Das Knöschpm- Waibile und der Gaisbock |
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Natürlich schwärmte auch die Ziegenherde des Obermua - Bauern in St. Jakob aus, welche ein
stattlicher Geißbock anführte. Dieser, augenscheinlich mit der kärglichen
Weide höchst unzufrieden, hielt sich am liebsten in der Nähe des Gartens
des Knöschpm - Waibile auf, in dem noch saftige Rüben und Kohlköpfe
wuchsen. Mit ungeheurem Geschick gelang es dem Bock fast immer das Gartentürchen
zu öffnen oder den Zaun zu überwinden, und kam so an die begehrten
Gartenfrüchte. |
Eines Tages aber ist der
Geißbock scheinbar der ständigen Belästigung überdrüssig, und er stürmt
plötzlich auf das fuchtelnde Weiblein los, stößt es zu Boden,
bearbeitet es mit seinen Hörnern und trampelt wild auf ihm herum. Dieses
kann sich schließlich doch noch aufrappeln und flüchtet schimpfend ins
Haus. Doch nach einer Weile erscheint es wieder, diesmal allerdings auf
dem Söller, und schüttet eine Kanne voll siedend heißes Wasser auf den
armen Bock, der sich inzwischen wieder über die Kohlköpfe hergemacht
hat. Eine mächtige Dampfwolke steigt vom Rücken des Bocks in die kalte
Herbstluft auf. Diesmal hat das Weiblein den Kampf gewonnen, der Bock
springt rauchend und meckernd davon. |
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Kämpfe zwischen ihm und dem Weiblein gab es aber weiterhin jeden Herbst, und die Nachbarkinder warteten immer gespannt darauf. Die Geschichte sprach sich herum und auf die Frage der Leute warum sie die Kohlköpfe nicht früher abernte, meinte das Weiblein: "Taifl, se tat mi wö giroin, do Kobis woxt decht bin in Novembo innin nö awi!" Auf die Frage, warum es dem Geißbock immer wieder gelänge in ihren Garten einzudringen, antwortete sie einmal: " Dos get schu nimma mit rechtn Ding züi, dia Taifl müss dechto van Taifl bsessn sai!" |
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Diese Seite wurde am 01. Februar 2004 aktualisiert. |