Eine kleine Auswahl von beinahe schon vergessenen Ahrntaler "Tun"- Wörtern. (Teil II) |
gegl, gigeglgg: viel (Unsinn, Unnützes) reden. A tual Lait gegl in gonzn Tog; dass'n se la olbm wissn wos.
giggazn, gigiggazt: stottern. Dia tüt awi giggazn; ia bringg uafoch nicht ma aussa, wenn man in awi ôschaugg. gigl, gigiglgg: eine "unkeusche" Sitzhaltung einnehmen (bei Mädchen und Frauen). Tü di Hâxn zomm, Röüse, du tüsch awi gigl. gluggazn, gigluggazt: blubbern, beim Trinken ein blubberndes Geräusch erzeugen. Dia sauft olbm va do Flosche aussa, as tüt la asö gluggazn. griggn, gigriggit: jemandem etwas unter die Nase halten, schmackhaft machen, aber doch vorenthalten. Grigg in Leitzn neit olbm dos güite Zoig, wenn dis in decht neit gibsch! grîtn, gigrîtit: lange, weit ausholende Schritte machen. Ba sia longa Hâxn dogrîtat is a wait. gröggazn, gigröggazt: einen Brechreiz spüren, würgende Geräusche erzeugen. Bol dia asö umanondogirötzt hot, hat i wö bolle gimisst gröggazn. guamazn, giguamazt: gähnen. Hait bische wö eippa faul, wail de asö guamazsch. gutschl, gigutschlt: 1. kitzeln. Gutschl mi neit olbm, dos tüt mio gonz loubb. 2. jemanden auf etwas ansprechen, bohren, herausfordern. Dia hot schu söü longe dogutschlt, bis as gsogg hot. heirbign, giheirbigit: wohnen, in der Herberge sein, beherbergt sein. Wou tüt di Zenze dên Winto eippa heirbign, wuascht du öppas? himmlazn, gihimmlazt: blitzen, wetterleuchten. Iz regng's nimma, iz tüt's lamme awi himmlazn. hössn, gihösst: auf und ab schaukeln, federn. Bol man îdos Bîschtollmöss get, tüt's unto di Fiësse richtig hössn. höttl, gihöttlt: vom Weg abkommen, die Kontrolle über etwas verlieren, stürzen. Bol wo fria asö oudon Pîchl schlîtegfoung san, hot's olba wido uan gihöttlt - augipasst howo wö a nicht. huagaschtn, gihuagaschtit: sich gemütlich unterhalten. Wuasche nö Rosl ban Meisobanklan, sebm howo recht gimiëtlich gihuagaschtit. huppm, gihuppit: halten, im Arm wiegen. Gib mo amo dos Biëbl, na mog is amo awi huppm. hûztraibm, hûzgitrïbm: einfaches, dem Hockey ähnliches Spiel, bei dem die Gegner versuchen, eine verbeulte Dose oder einen anderen Gegenstand mit einem "Schläger" (einfacher Holzstock) in ein Loch zu befördern. Wuasche nö Waschtl, wi wo fria ols Kindo in do Schüile ba do Pausn olbm hûzgitrîbm hobm? keischtn, gikeischtit: Essen geben, verköstigen. Hosch du ban Hausbaung di Orbata selbo gikeischtit? kitzböckn, kitzgiböckt: Spielen mit Holzpflöcken. Nâ, isch ba den Kitzböckn fria sischt ati nett giwesn. klächl, giklächlt: die Türklinke bewegen. Nachtn gonz schpoute hot ba mio dahuamenö uado in Tüere girissn und giklächlt, richtig gfischtit hon i mo. kloffn, giklofft: Zoten reißen. In dei Goschthaiso wescht ati sövl giklofft, dei Kellainnen tin mo ati gonz doborbm. |
Diese Seite wurde am 15. März 2002 aktualisiert. |