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Kost und Essenszeiten |
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Nach dem Essen wurde meistens eine Schüssel mit „Milch und Breicke“ (steinharte Brotwürfel) auf den Tisch gestellt. Alle gemeinsam löffelten die Milch daraus. Diese war manchmal mit Wasser verdünnt („Milchgschweinze“). Anschließend putzte jeder seinen Löffel am „rupfenen“ Tischtuch oder am Gewand ab und steckte ihn mit dem Stiel in eine Lederschlaufe unter den Tisch. Früher hielt man folgende Essenszeiten ein: · zwischen fünf und sechs Uhr: „Förmaß“ (Frühstück) - meistens „Müis“ oder Brennsuppe · zwischen acht und halb neun Uhr: „Naina“ (Halbmittag) - Brot, Milch, Käse, Schmalz · um zehn Uhr: „Mittoug“ (Mittagessen) · um drei Uhr nachmittag: „M’rende“ (Marende) - meistens „Ribla“ (Schmarrn), am Mittwoch und am Samstag Krapfen · um sieben Uhr abends: „Nochtmall“ (Abendessen) - Meistens gab es „ Erdäpfel in der Schale“, verschiedene Suppen, Preßknödel, „Juttetotscha“ (eine Art Preßknödel, aber in Molke gekocht) „Müis“ oder „Kasnöckn“. |
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