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Schon
seit dem Mittelalter ist der Ahrntaler Männer-Kreuzgang zur „Kornmutter“
nach Ehrenburg Tradition. Am Freitag nach Christi Himmelfahrt bricht man um
Mitternacht bei der Prettauer Pfarrkirche auf, in allen Ortschaften kommen
Leute dazu, und man zieht betend durch das Tal, wobei in allen Kirchen-
entweder auf dem Hin- oder Rückweg- Halt
gemacht, gebetet und gesungen wird. In der Kirche von St. Johann wird um 4 Uhr
in der Früh eine feierliche Messe gefeiert, die gewöhnlich vom Kirchenchor
von St. Johann musikalisch umrahmt wird. In Ehrenburg werden die Kreuzgänger
feierlich empfangen. Nach dem Gottesdienst wurde oft noch tüchtig „girangglgg“.
Dann übernachten die Wallfahrer in Ehrenburg, und am Samstag geht es wiederum
zurück ins Ahrntal. Dem Zug vorangetragen wird das Wallfahrerfähnlein aus
St. Peter, auch das berühmte durchschossene Kreuz von Heilig Geist wird
mitgetragen. Ganz früher soll der Kreuzgang drei Tage gedauert haben, und es
durften auch Frauen mitgehen. Wegen verschiedener Mißbräuche soll die
kirchliche Behörde versucht haben diesen Brauch abzuschaffen, allerdings
vergeblich.
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