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Noch nach dem Zweiten
Weltkrieg war es im Ahrntal üblich, daß Handwerker von Hof zu Hof zogen, um
dort auf Bestellung eine Zeitlang zu arbeiten: Sie gingen „af di Schtiare“,
die Schuster, Weber und Schneider zum Beispiel. Es war üblich, diesen
Handwerkern ein besseres Essen vorzusetzen, und zwar das, was es sonst üblicherweise
nur an den Samstagen gab. Wenn die Handwerker dann auf einen anderen Hof
weiterzogen, erhielten sie oft noch die sogenannte „Hondgoube“ mit, ein
Paket, das Lebensmittel enthielt: Brot, Butter, Käse, ein Stück Speck und
manchmal Backwaren wie „Kiëchlan“, Krapfen oder „Maislan“.
Bekannte Handwerker, welche
im Ahrntal auf die Stör gingen, waren: der „Pfaiffa Veischtl“ aus St.
Jakob , der „Schüischta“ aus Steinhaus, der „Ousboch Schüischta“ aus
St. Jakob und der „Felix Lois“ aus Prettau, alle Schuster, der „Grotta
Motz“ aus St. Johann und der „Jaggl Moritz“ aus St. Peter, beide Weber.
Die „Tschaso“ und der „Pfaiffa Schnaida“ aus St. Peter waren ebenso
wie die „Lutzn Müime“ aus St. Jakob bekannte „Nouta“ (Schneider); der
„Zitturi“ aus St. Johann ging als Tischler auf die Stör.
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