Heilig Abend |
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Wolfssegen |
Noch um etwa 1900 wurde in Luttach während der Christmette der Wolfssegen erteilt, ein Segen, der vor Überfällen durch Wölfe schützen sollte. Die Wolfsplage stellte bis zum Ende des 19. Jhs. eine wirkliche Bedrohung der Bevölkerung der Einödhöfe dar. Die Ahrner Bauern leisteten daher dem Schloßherrn von Taufers jährlich eine Haferabgabe, weil er immer wieder Jagdzüge gegen die Wölfe unternahm. |
Adventkranz, Christbaum und Krippe |
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Sternsingen |
In der Weihnachtszeit gingen die Kirchensänger von Steinhaus und Prettau von Haus zu Haus zum Sternsingen; man sang in den Häusern ein Hirten- und ein weltliches Lied und erhielt dann den Lohn für das Singen während des Jahres. In manchen Häusern bekamen die Sänger ein Essen, meistens Gerstsuppe mit Krapfen; in diesen Häusern wurde natürlich länger gesungen als in anderen. Dieser Brauch entstand schon im vorigen Jahrhundert und wurde in Steinhaus bis zum Ende der Vierzigerjahre, in Prettau noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg, gepflegt. |
Rauchnächte |
Ein Brauch, der teilweise heute noch gepflegt wird, ist das "Raachn"(Räuchern) am Heiligen Abend, am Silvesterabend und am Vorabend zu Dreikönig. Der Hausvater trägt eine Räucherpfanne mit Glut, in die geweihte Kräuter und (heute) einige Körner Weihrauch gestreut werden, durch das ganze Haus und in den Stall. Früher war es Brauch, Hüte und die Kopftücher über die Räucherpfanne zu halten und sie dann wieder aufzusetzen. Dies sollte Leib und Seele vor Unheil bewahren. An diesen Abenden mussten früher alle Dienstboten zuhause bleiben, sonst hätte der Bauer sie entlassen können. Während des Räucherns wird gebetet und Weihwasser gesprengt. |
Stefanstag |
Das am Stefanstag geweihte "Stefanswasser" soll besonders gegen Steinschlag schützen; dies glaubt man, weil der Heilige Stefanus gesteinigt wurde. Der Gasserbauer aus St. Peter besaß im benachbarten Krimmler Achental die "Seilde", eine besonders steinschlaggefährdete Alm. Er dankte dem Heiligen für dessen Schutz, indem er am Stefanstag die Kinder aus St. Peter zu einer Marende einlud. Zu dieser Marende mußte jeder seinen eigenen Löffel mitbringen, und der älteste Bub sprach das Tischgebet. |
Johannessegen |
Am Tag des Heiligen Johannes wurde Wein geweiht; dies kommt daher, daß dem Heiligen ein Becher vergifteten Weines zum Trinken vorgesetzt wurde, was dieser anscheinend unbeschadet überstand. |
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September 2002 aktualisiert. |